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Finanzplatz Frankfurt – immer internationaler

Expertenbericht

(Stadt Frankfurt|H.D. Fehrenz)

... doch wie sieht es mit den anderen Faktoren aus? Insgesamt jedenfalls ist die Entwicklung positiv.

Was die Qualitäten eines Finanzplatzes beeinflusst, haben Prof. Dr. Paul G. Schmidt  und sein Doktorand Manuel Rupprecht von der Frankfurt Scholl of Finance & Management wie folgt definiert:

  • Standortfaktoren
  • Performance des Finanzsektors
  • Bildung und Beschäftigung
  • Grad der  Internationalisierung
  • Stabilität des Bankensystems

Diese fünf Kategorien setzen sich aus 24 statistischen Indikatoren zusammen, die quartalsweise (und zurückgerechnet bis 2004) im "Finanzplatzbarometer" verdichtet werden.

Hier die aktuelle Auswertung (Q3/2008):

Das Finanzplatzbarometer in Summe (Orange)

Seit Q1/2004 gestiegen auf 107,96 – fein.

Standortfaktoren (Blau)

Kultur, Verkehr, ... : Stark gestiegen auf 122,57.

Performance des Finanzsektors (Grau)

Heißt: Wie haben sich Finanzaktien entwickelt? Hochvolatiler Faktor. Derzeit mit einem Indexwert von 78,38 gegenüber der "100" im Q1/2004 deutlich im Minus.

Bildung und Beschäftigung (Gelb)

Gesunken auf 96,74! Dümpelt seit Start des Index unter der "100" entlang und hat diese seither nie mehr erreicht. Die Beschäftigtenzahl im Finanzsektor nimmt also ab, die Bildungsindikatoren offenbar auch – und das trotz aller Initiativen, die die Stadt in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat und man sich als "Kaderschmiede Deutschlands für Finanzspezialisten" versteht. Bedenklich!

Grad der  Internationalisierung (Grün)

Gestiegen auf 138,21 Punkte! Die ansässigen Finanzdienstleister und  ihre Angestellten werden internationaler, die Stadt selbst wird bunter. Top! Aber sicher noch meilenweit entfernt von London. Hier wäre ein Vergleich schön!

Stabilität des Bankensystems (Braun)

Gestiegen auf 103,88. Hier wird die weitere Entwicklung interessant sein.