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Business Intelligence 2.0 – Große Datenmengen auf einen Blick

Expertenbericht

Korrelationen kommen mit FinMotion aufs Handy.

Der wirtschaftliche Erfolg von Finanzinstituten bedeutet heutzutage vor allem eines: Die Verarbeitung immer größerer Datenmengen in immer kürzerer Zeit. Statische Reports und große Tabellen mit Geschäftsdaten sind wenig geeignet, diese Datenflut zu bewältigen. Die Benutzer wünschen sich die genauen Informationen in Echtzeit, und sie möchten diese Informationen interaktiv bearbeiten und sichtbar machen. Genau das bieten visuelle Analysemethoden (Visual Analytics), die einen zentralen Aspekt von Business Intelligence 2.0 ausmachen werden.

Kompakt

  • Immens wachsende Datenmengen stellen aktuelle Business-Intelligence-Ansätze und Datenverarbeitungsprozesse vor große Herausforderungen.
  • Business Intelligence 2.0 sucht nach Wegen eines intuitiven, zielführenden und interaktiven Zugangs zu großen Mengen an Daten und Informationen.
  • Grafische Darstellungen und Visualisierungen werden dafür sorgen, dass Experten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten stärker nutzen können, um diese wachsenden Datenmengen effektiv und effizient auswerten zu können.

Komplett

Ziel von Business Intelligence ist es, bessere Entscheidungen zu ermöglichen, indem in kurzer Zeit Erkenntnisse aus großen Datenmengen gewonnen werden. Dies hilft, eine wachsende Masse an Finanz- und Wirtschaftsdaten schneller und präziser zu analysieren. Eine intuitive und interaktive Datenpräsentation steht dabei im Mittelpunkt. Sie sorgt dafür, dass Experten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten stärker nutzen können, um diese wachsenden Datenmengen effektiv und effizient auszuwerten und die sich ergebenden Erkenntnisse in einfacher und verständlicher Form Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären zu präsentieren. Des Weiteren können Grafiken in Echtzeit auf mobile Geräte wie Smartphones, PDAs und Tablet PCs übertragen werden und sind so jederzeit verfügbar.

Mit solchen graphischen Technologien wird ein großes zusätzliches Potenzial an gewinnbringenden Erkenntnissen in bereits vorhandenen Daten interaktiv zugänglich gemacht. So ziehen Finanzinstitute effizient neues Wissen aus ihren enormen Datenmengen, zum Beispiel für ein besseres Verständnis des Kundenverhaltens oder der Marktentwicklung. Business Intelligence wird graphisch-interaktiver werden und nutzt so neben der wachsenden Verarbeitungskapazität der IT-Systeme in stärkerem Maße auch die menschlichen Experten und ihre Fähigkeiten. Sie schafft so einen Mehrwert, der weder mit IT noch mit Personal allein jemals erreicht werden könnte.

Das Fraunhofer IGD arbeitet an der Entwicklung neuer Technologien für BI-2.0-Systeme. Neue Ansätze für die Finanzindustrie können in verschiedenen Bereichen gewinnbringend genutzt werden, zum Beispiel in der Finanzmarktanalyse, im Risikomanagement, in der Kundenprofilanalyse oder in der Marktsegmentierung.

Hier drei Beispiele

Das System "FinMotion" unterstützt die Analyse der Korrelationen zwischen Marktindikatoren in einem dynamischen Umfeld. Es nutzt dafür die Animation der Datenpunkte in einem Scatterplot, um Entwicklungen von Marktindikatoren besser darzustellen.



Ein weiteres System, "RelaNet", erleichtert die Analyse von Beteiligungsstrukturen bei der Betrachtung von Finanzinvestitionen, Fusionen und der Finanzüberwachung. Eine interaktive Darstellung der Firmennetzwerke und automatische Berechnung indirekter Beteiligungen kann dabei unerwartete Beziehungen unter Firmen aufdecken.



Ein drittes System, die "KVMap", analysiert komplexe Datenmengen, um Korrelationen in den Daten leicht erkennbar zu machen. Diese grafische Technologie ermöglicht die effiziente Entdeckung verborgener Abhängigkeiten zwischen Datenattributen, zum Beispiel beim Erkennen von Kreditkartenbetrug oder beim Customer Relationship Management (CRM).

Tatiana Tekušová und Dr. Jörn Kohlhammer